Parkett Fußboden Verlegen

Nach und nach ersetzen wir in unserer Wohnung und im Haus meiner Eltern die alten Teppichböden durch Parkett. Das jüngste Zimmer dem so zu einem neuen Aussehen verholfen wurde, war das Schlafzimmer meiner Eltern. Der Teppichboden hatte zwei Kinder erwachsen werden sehen und schon einiges mitgemacht und die Tapete stammt auch noch aus einem anderen Zeitalter.


Nachdem der alte Teppichboden entfernt und die Wände durch einen Profi neu gestrichen waren, kamen mein Vater und ich mit dem Parkett legen an die Reihe. Der Boden wurde mit einer Folie und Korkbahnen vorbereitet.

Während wir beim letzten Raum noch mit der Handkreissäge und einem Zuschneidebrett am Boden gearbeitet haben, kam diesmal die frisch eingetroffenen Kapp und Gehrungssäge von Bosch zum Einsatz. Die Gehrungssäge auf dem Ständer ist für das Parkettverlegen ideal, die langen Dielen sind durch den Kappsägentisch immer gut abgestützt, dank des Lasers erspart man sich das Anzeichnen, und  es geht alles sehr flott und ergonomisch dahin. Einzig die Absaugung ist trotz angeschlossenem CTL Midi sehr schlecht. Nur ab und zu verirrt sich etwas Staub in die Absaugung.


Die erste Bahn einzurichten kostet etwas Zeit, der Abstand zur Wand muss eingerichtet werden und die Diele beim Türübergang  gekürzt werden. Ansonsten ist der Raum sehr einfach zu verlegen, nur eine Nischen und lediglich ein Türübergang und ein Heizkörper brauchen etwas Spezialzuwendung. Beim Heizkörper messe ich den Mittelpunkt des Heizungsrohrs nach und Bohre dort mit einem Forstnerbohrer mit Durchmesser der Heizungsrohrs +10mm durch. Danach trapezförmig ein Stück aus dem Parkett hinter dem Heizungsrohr aussägen, Diele einhängen und das Stück wieder einsetzen.

EDIT: Von Ingolf, einem Leser stammt folgender guter Hinweis wies noch besser geht: Einfach das Kopfende vom Brett und das dazu passende was hinter das Rohr kommt zusammen klicken und das Loch für das Rohr genau auf der Fuge ausschneiden ;-) Somit muss man nichts einkleben.


Die letzte Bahn muss gekürzt werden. Danach können die Sockelleisten montiert werden.  Die Sockelleisten werden in Klips eingehängt welche alle 25-50mm an die Wand geschraubt werden. Hier kommt der Uneo Maxx zum Einsatz. Ein akkubetriebener Bohrhammer, leicht und mit viel Kraft, ziemlich cool.


Die Sockelleisten werden wieder mit der Kapp und Gehrungssäge abgelängt. Da die Sockelleisten durch die Klips nicht ganz an der Mauer anliegen, klaffen bei den ersten Gehrungsschnitten große Lücken auf. Wir helfen uns mit einem Trick und setzen zwei Klips provisorisch schon beim Gehrungssägen in die Sockelleisten ein. Damit liegen die Sockelleisten im gleichen Winkel am Anschlag wie auch später an der Wand und die Gehrungen gelingen jetzt perfekt.

Ein ganz anderer Raum. Was ein neuer Anstrich und ein neuer Boden ausmachen!

Als nächstes kommt der Gang dran, der wird mit acht Raumübergängen und der schlauchartigen Form um einiges anspruchsvoller.

Hier nochmal die wichtigsten Schritte beim Bodenlegen:

  • Alten Belag entfernen, Estrich auf Ebenheit überprüfen, gegebenenfalls ausgleichen
  • Übergangsprofile an den Raumübergängen anbringen
  • Bodenuntergrund (Folie / Kork) auflegen
  • gegebenenfalls Zargen kürzen
  • Parkett verlegen
  • Sockelleisten anbringen, Übergangsleisten einschlagen
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Rückblick 2012 und Ausblick 2013

Wer den Blog schon länger verfolgt, hat diese Jahr vielleicht schon den obligatorischen Jahresrück- und Ausblick vermisst. Hat diesmal etwas länger gedauert, aber hier ist er mit 26 Tagen Verspätung: Der Rückblick auf ein Projektreiches 2012 und der Ausblick aufs nächste Jahr.

Holzwerken

werkstatt

Das letzte Jahr stand ganz im Zeichen zweier Großprojekte: ein ausziehbarer Tisch aus Robinie für den Balkon, und ein Massivholztisch aus kanadischem Ahorn, mein größtes (und zumindest gewichtsmäßig schwerstes) Projekt bisher.  Ich habe mir erstmals eine Woche dezidiert Urlaub für die Werkstatt genommen (Schmuckkästchen aus Ahorn) und es war großartig mehrere Tage ohne Unterbrechung hindurch arbeiten zu können! Mein Lieblingsprojekt waren die geschwungenen Kerzenständer, die haben einfach großen Spaß gemacht. Die größte Veränderung in der Werkstatt war der Austausch eines wackligen Tisches aus Spanplatten durch eine massive Hobelbank (hobelbank.at), darauf lässt es sich jetzt endlich gescheit arbeiten. Ansonsten gabs in der Werktatt noch ein paar kleinere Anpassungen – darunter ein paar Werkzeughalterungen für Stemmeisen, Raspeln etc.
Ich bin endlich das Thema Schärfen angegangen, indem ich einen Eintageskurs bei Dictum in Niederalteich besucht habe. Das war eine der besten Ideen letztes Jahr! Es gibt online zwar tolle Ressourcen (sehr gut z.B. die Videoanleitung von Heiko Rech), aber das direkte Feedback bei so einem Kurs bringt einen dennoch noch schneller voran.

Am Ende des Jahres gabs noch eine große Überaschung – die Nominierung zum Heimwerker Blog Award von 1-2-do.com, den ich dank eurer Untersützung sogar gewinnen konnte. Vielen Dank allen die für diesen Blog gestimmt haben! Der Preis – Bosch Geräte und Zubehör  - sollte in den nächsten Tagen eintreffen und wird u.a. beim Parkettbodenlegen gleich voll zum Einsatz kommen – ich freu mich schon drauf!

Letztes Jahr hatte ich leider nicht mehr die 300 vorgenommen Stunden Zeit für die Werkstatt und das wird sich dieses Jahr voraussichtlich nicht ändern lassen, also neues Ziel: mindestens 200h (4 h/ Woche).

Ziele 2013

  • Werkzeugschärfen + hobeln
  • Besuch eines Holzwerkenkurses
  • über 200 Wekstattstunden , also etwa 4 Stunden pro Woche
  • Schubladenschrank fürs Vorzimmer, Hi-Fi Regal

Paragleiten

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Die dritte Flugsaison brachte die ersten Streckenflüge. Im wunderschönen Socatal in Slowenien (Video) sind wir vom Stol in viereinhalb Stunden fast 50 km geflogen – nach Italien und zurück über Kobarid nach Tolmin und Landung in Kobarid. Am Stol kann man eine lange Bergkante relativ einfach entlangfliegen und so viele Kilometer ohne Talquerung machen. Allerdings gibts an der Grenze zwischen Italien und Slowenien teilweise keine Landemöglichketen. Die Teilstrecke von Kobarid nach Tolmin bietet immer Landemöglichkeiten ist aber mit ein paar kleinen Einschnitten und Querungen anspruchsvoller. Ein wunderschönes Gebiet nicht nur zum Fliegen, auch zum Wandern , Radfahren oder Kajaken.

Neben Slowenien war ein Urlaub im Ennstal und Hike&Fly Ausflüge auf SchneebergRax und Trenchtling die Highlights des letzten Jahres. Im Herbst habe ich den Primax, der die letzten drei Jahre sehr gutmütig seinen Dienst verrichtet hat, durch den wendigeren und leichteren Ion Light getauscht. Umso mehr freu ich mich schon auf die nächste Flugsaison!

Ziele 2013

  • Sicherheitstraining (Fullstalls, Sat?)
  • letztes Jahr nicht geschafft: Flug Hohe Wand – Rax
  • Streckenfliegen im Drautal/Socatal/Pinzgau
  • wieder zumindest 50 Flugstunden

Zum Nachlesen:
Rückblick 2011 und Ausblick 2012
Rückblick 201o und Ausblick 2011

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Esstisch

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Nachdem der Entwurf für den Esstisch feststeht, sind die nächsten Schritte das Zeichnen einer Sketchup-Skizze, Zusammenschreiben der Zuschnittliste und der  Holzeinkauf. Ich verwende diesmal kanadischen Ahorn, auch hard maple oder Zuckerahorn genannt, den mein Holzhändler sägerauh vorrätig hat. Kanadischer Ahorn ist etwas dünkler als europäischer Ahorn, was zu unserer Wohnzimmereinrichtung denke ich gut passen wird.

Die Tischplatte

Die Tischplatte soll ca 190x90cm groß werden. Als Ausgangsmaterial habe ich etwa 3 Meter lange Bretter zur Verfügung, 40mm stark mit einer Breite von 20 bis 50 cm. Ich versuche die Bretter möglichst breit zu lassen, und das ganze Maserbild zu erhalten, so ergibt sich dass die einzelnen Bretter nicht gleich breit sind. Um trotzdem ein symmetrisches Bild zu erhalten ordne ich das breiteste Brett (ca 25cm) in der Mitte an, dann jeweils zwei etwa 20cm breite Bretter und zum Abschluss zwei etwa 10cm Bretter mir ruhiger Maserung. Das Ablängen, Hobeln und Sortieren der Bretter nimmt einiges an Zeit in Anspruch. Trotz der Tischverlängerungen für die ADH ist es anspruchsvoll die langen und schweren Bretter mit gleichmäßigem Druck über die Hobelwelle zu führen. So kostet das Abrichten der Kanten an der ADH einige Nerven, aber nach einigen Wiederholungen ist dann alles halbwegs gleichmäßig gehobelt.
Für die Verleimung, die ich in mehreren Phasen ausführe, kommen Selbstbauzwingen  zum Einsatz. Diese praktischen und preisgünstigen Spannelemente bestehen aus einer Druckbacke und einer Gleitbacke die auf Holzlatten aufgeschraubt werden.  So hat man durch austauschen der Holzlatte Zwingen von sogut wie jeder beliebigen Länge zur Verfügung.

Vor der Verleimung des letzten Brettes werden als nächstes Gratleisten eingesetzt. Mithilfe der Oberfräse fräse ich zwei Gratnuten in die Unterseite der Platte. Die passende Gratleiste wird am Frästisch erstellt. Die Gratleiste sollte um einiges (hier 2cm) kürzer sein als die Gratnut – schließlich soll die Platte ja schwinden können. Nach Einsetzen der Gratleiste wird das letzte Brett der Tischplatte verleimt.

Bei einem der Bretter für die Tischplatte bin ich bis an die Rundung der Baumkante gegangen um nicht wegen ca 15 cm auf denen Brett schmal zuläuft auf der ganzen Länge Holz wegschneiden zu müssen. Diese Waldkante wird jetzt ausgebessert indem ich es ausfräse und ein stück Holz einsetze. Mit ECE Putzhobel und dem kleinen JUUMA wird die eingesetzte Leiste angepasst.

Das Gestell

Für das Gestell habe ich mir Holz mit schlichter Längsmaserung zurechtgelegt. Grob zuschneiden, abrichten, dicke hobeln… Zum Anzeichnen der Beine verwende ich eine einfache MDF-Schablone, die ich auf dem Holz solange ausrichte, bis die Maserung möglicht ideal den schrägen Tischbeinen folgt. Der Zuschnitt der Beine erfolgt dann auf der Formatkreissäge – leider habe ich keine Fotos gemacht.


Tischbeine und Zargen werden klassisch mit Zapfen verbunden. Die Zapfenlöcher fräse ich mit der am Kopierring geführten Oberfräse. Dazu habe ich mir eine simple Schablone angefertigt. Für die tiefen Zapfenlöcher kommt ein langer Nutfräser mit 12mm Schaft in meiner neuen Casals FT 3000 zum Einsatz. Die Casals ersetzt in Zukunft die kleine Festool 1010 im Frästisch.


Die Zapfen fräse ich ebenfalls mit der Oberfräse, absetzen per Hand, abrunden mithilfe von Feile und Schleifpapier. Grobes Schleifpapier um den Zapfen legen und an den Enden abwechselnd herunterziehen, das schafft automatisch eine perfekte Rundung.

Die Zargen werden leicht geschwungen, dazu Schablone aus MDF herstellen und am Frästisch mit Fräser und Kopierring abfahren. Damie sind die Einzelteile fürs Gestell fertig.


Das Gestell wird grob zusammengesteckt und dann u.a. mithilfe der Bankhaken an der Hobelbank verleimt. Zulagen gleichen die schrägen Winkel an den Beinen aus. Die Platte wird abschließend mit Nutklötzchen am Tischgestell befestigt. Und damit ist das Projekt Esstisch fürs Erste abgeschlossen.

501_Esstisch_Wohnzimmer

Fazit

Der Tisch steht jetzt seit einer Wochen im Wohnzimmer direkt neben einem Kachelofen der auf Volltouren läuft. Ich bin schon gespannt wie der Tisch das Klima verträgt, bisher gabs gottseidank noch keine Probleme. Die Tischplatte war bei diesem Projekt eine Herausforderung. Auf fast 2m länge korrekt Abzudrichten finde ich recht schwierig, auf dem hellen Holz zeichnet sich die Leimfuge auch sehr leicht ab.

402_Wasserflecken

Mit dem Hartwachsöl von Osmo habe ich dieses mal zum ersten Mal Schwierigkeiten gehabt. Ich vermute dass der Raum in dem ich das Finish aufgetragen habe mit 10°C zu kalt war, oder lag es an dem Öl das bereits seit eineinhalb Jahren offen  und vielleicht nicht ganz perfekt verschlossen war. Jedenfalls zeichnete sich jeder kleine Wassertropfen schon nach wenigen Sekunden ab. Ich habe den Tisch im Haus dann nochmal abgeschliffen und mit neuem Öl bei Zimmertemperatur eingelassen. Die Oberfläche ist jetzt robuster. Beim nächsten Mal würde ich aber ein anderes Öl nehmen. Das Hartwachsöl glänzt auf dem Ahorn sehr. ich nehme an das liegt an der dichten struktur des Holzes, das schon ohne Öl recht glänzt.

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Designideen für einen Esstisch

Nachdem im Sommer der Tisch für den Balkon gut gelungen ist, war die Zeit reif für das nächste große Werkstattprojekt – einen Esstisch aus Massivholz, von der Bohle Weg gebaut. Ich habe sehr lange überlegt welche Tischform es werden soll und möchte euch hier eine Auswahl der Tische zeigen die mir besonders gut gefallen haben.

0EricJohnson_-_TrestleTable

Dieser Tisch von Eric Johnson steht repräsentativ für den klassischen Shaker Trestle Table. Eine Zeitlose Form, die viel Beinfreiheit, und vor allem Kniefreiheit bringt. Stemmt man die Mittelverbinder durch, kann der Tisch über einen Keil auch einfach zerlegt werden. Eine reich bebilderte Dokumentation zum Bau eines solchen Tisches findet sich im Holz Zeitung Blog von Bernhard.

1Recht_-_Rodel_Inspired_Cherry_TableVon der Form her ein Mittelding zwischen Schreibtisch und Esstisch ist dieser  Tisch von Philipp Recht. Die Gestellform mit den sich verjüngenden Tischbeinen und  geschwungenem mittleren Verbinder finde ich sehr gelungen.

Thos Moser Bungalow Table

Sehr interessant finde ich auch den sogenannten Bungalow Table von Thos. Moser. Die Gratleisten sind hier direkt in den Gestellaufbau eingebunden und durch die tiefer gesetzten Längszargen schwebt die Tischplatte gleichsam über dem Gestell.

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Einen ähnlicher Aufbau wie bei Thos. Mosers aber viel bodenständiger findet man beim britischen Möbelhersteller itre furniture, wo allerdings überhaupt auf die Längszargen verzichtet wird.

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Auch Michael Lobby verfolgt mit diesem Couchtisch aus Ahorn und Nuss eine ähnliche Idee. Konstruktionsbedingt reichen die Zargen hier teilweise recht weit unter die Tischplatte was bei einem Esstisch unangenehm sein kann, wenn man mit den Knien anstößt.



Im Endeffekt habe ich mich aber für unseren Esstisch an obigen Bild orientiert, welches ich auf dem Wohn- und Einrichtungsblog Desire2Inspire entdeckt habe. Die schräg stehenden Beine und leicht geschwungenen Zargen geben dem Tisch für mich einen gewissen Reiz, und der Tisch bietet viel Platz und wirkt groß und leicht gleichzeitig.

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Ringschatullen als Weihnachtsgeschenk für Spätentschlossene

040_Schatullen
001_LeisteIch hatte noch eine Leiste aus Ahorn und Nuss von einem früheren Projekt übrig. Schon öfter dachte ich mir dass man daraus einfach kleine Schatullen oder Ringetuis machen könnte. Das Bauen dieser Schatullen ist leicht an einem Nachmittag gemacht und eignet sich daher gut als Geschenk mit persönlicher Note auch wenn nicht mehr viel Zeit bis Weihnachten bleibt.

005_Bohrung_fuer_Schwenkmechanik

008_Deckel_abtrennen

Ich habe die Rohlinge für die Schatullen von der Leiste abgelängt. Idealerweise hat man eine Leiste mit 50mm Querschnitt.  Meine Leiste war nur 3x5cm im Querschnitt und passt für kleine Ringe. Ich habe mit verschieden hohen Schatullen experimentiert. Die Schatullen bekommen einen ganz einfachen Mechanismus zum verschließen: Und zwar wird der Deckel in einer Ecke über einen Rundstab mit dem Körper verbunden und kann so geschwenkt werden.

010_Sacklock

In der Restekiste habe ich einen Messingrundstab mit 4mm Durchmesser gefunden. Mit dem passtenden 4mm Bohrer bohre ich als erstes in einer Ecke ein Sackloch für die Schwenkmechanik in den Rohling.

013_Schleifbrett

Nach dem Bohren des kleinen Lochs für den Schwenkmechanismus, kann der Deckel abgetrennt werden. Dazu mit der Handsäge oder falls vorhanden auf der Bandsäge einen ca 8mm dicken Streifen abtrennen. Anschließend wird die Vertiefung für den Ring mit dem Forstnerbohrer gebohrt. Egal ob im Bohrständer oder per Hand, wichtig ist dass man das Holzstück gut im Schraubstock oder durch Leisten fixiert.

016_Messingstab_ablaengen

Als nächstes werden alle Teile gut geschliffen. Ich habe mir für solche kleinen Teile ein Schleifbrett zurechtgelegt: Auf einem etwa 70x70cm großen Brett habe ich  dazu mit Teppichklebeband Schleifpapier in aufsteigender Körnung (60, 80, 120, 160) aufgeklebt. Vorne unter der Platte habe ich  noch eine Leiste angeschraubt, sodass das Brett gegen den Tisch anschlagt und nicht nach hinten wegrutscht beim Schleifen.

Nachdem alles gut geschliffen ist, wird ein Stück vom Messingstab mit der Metallsäge abgetrennt und probeweise durch Deckel und Schatulle gesteckt. Passt alles kann der Rundstab in den Deckel eingeklebt werden. Abschließend noch alles mit Wachs aufpolieren und fertig ist die persönliche Ringbox.

Natürlich kann man statt der Nuss-Ahorn Leiste auch andere Holzarten kombinieren oder die Schatullen einfach aus einer normalen Holzkantel fertigen. Statt dem Messingstab kann man auch genauso gut einen Holzrundstab verwenden.

PS: modellingperceptions wurde als einer von zehn Blogs zum Blog Award 2012 von 1-2-do.com nominiert. Es gibt tolle Preise zu gewinnen, und falls euch mein Blog gefällt würd ich mich über eure Stimme freuen! Hier geht’s zu den Nominierten und zum Voting.

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Weihnachtskrippe

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Kann bitte jemand die Zeit anhalten! In meinem letzter Blogeintrag gings noch um den Bau eines Balkontisches und heute ziehen schon Graupelschauer über Wien. Passend zur Jahreszeit möchte ich euch eines meiner ersten Projekte mit Holz vorstellen – eine Krippe  die ich noch zu Schulzeiten gemeinsam mit meinem Vater gebaut habe. Die Figuren hatten meine Eltern schon länger und wir haben die Krippe nach einer Buchvorlage gebaut und von der Größe her auf diese Figuren angepasst.  Viele der kleinen Teile wie Zaun, Tränke und Bäume haben wir über Jahre auf Spaziergängen durch den Wald zusammengetragen, und so die Krippe immer wieder erweitert.

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Ausziehtisch für den Balkon

Garage Productions proudly presents: Ausziehen! Ein Projekt in Überlänge, realisiert mit minimaler Crew in einer Kleinstadtgarage. Das Drehbuch: minimalistisch, die Hauptarstellerin: Robinie aka die falsche Akazie.


Gerade noch rechtzeitig bevor es wieder kalt wird, ist unser Tisch für die Terasse fertig geworden. Es ist ein Tisch aus Akazienholz – ein goldbraunes Holz, das sich aufgrund seiner Widerstandsfähigkeit (Resistenzklasse 1) hervorranged für den Einsatz im Freien eignet. Der Tisch steht zwar auf einem überdachten Balkon, bei stärkeren Unwettern wird er aber doch öfter etwas nass werden. Zusammengschoben bietet er mit 1,5m länge Platz für 4-6 Personen, zieht man die beiden 50cm langen Ausziehplatten heraus finden 8-10 Personen angenehm Platz.

So ein Terassentisch ist von der Menge des Holzes und den Ausmaßen her ein Großprojekt, von der Konstruktion aber doch eher simpel, weshalb ich diesmal auf eine detaillierte Planung verzichtet habe. Ausgehend vom vorhandenen Platz und den bis zu 8 Personen die wir öfter bewirten wollen, ergab sich die maximale Größe mit 2.5 Meter in ausgezogenem Zustand und 1.5 Meter zusammengeschobener Länge. Bei einem Überstand der Platte von 10cm rundum ergibt sich die Gestellgröße dann von selbst.

Das Holz habe ich wieder sägerauh gekauft, es musste vor der Verarbeitung also erst zugesägt und gehobelt werden. Dabei wirbelt unsere Hauptdarstellerin ordentlich Staub auf am Set, zumal mir noch die Absaugung direkt am Kreissägeblatt fehlt. Der gelbliche Staub riecht nicht besonders gut und ich war recht froh bei offenem Garagentor ab und zu durchlüften zu können.

Das Gestell


Das Gestell ist verzapft und zusätlich mit Zargenwinkeln verschraubt (am Bild noch nicht eingebaut). Verschraubung alleine würde das Gestell zwar vor dem Auseinanderfallen sichern, wäre aber nicht fest genug. Eine reine Verleimung könnte sich unter Beanspruchung (speziell beim Ziehen/Schieben des Tisches der Länge nach) lockern.


Die Schlitze an den Tischbeinen sind nicht mittig sondern etwas nach außen versetzt angebracht, um längere und daher stabilere Zapfen zu erlauben. Die Schlitze habe ich mit der am Anschlag geführten Oberfräse vorgefräst und – da mein Nutfräser für die volle Tiefe zu kurz war – mit dem Stemmeisen auf die volle Tiefe erweitert Zapfen mit der Oberfräse abgeplattet. Die Zapfenenden sind abgeschrägt sodass sie im Tischbein auf Gehrung zusammenstoßen, wodurch ebenfalls mehr Zapfentiefe erreicht wird. Die Aufnahmeschlitze für die Zargenwinkel habe ich verdeckt an der Kreissäge geschnitten.

Die Platten


Die Platten sind als Rahmenkonstruktion mit eingefälzten Latten realisiert. Die Rahmenteile sind mit losen Zapfen verbunden – die Schlitze dafür habe ich mangels Dominofräse an der Zauberkiste vorgefräst und auf volle Tiefe per Hand nachgestemmt.  Mehr Infos zum Thema Zauberkiste findet ihr in Guido Henns Buch Handbuch Oberfräse bzw in meinem Artikel zum Hocker. Die losen Zapfen habe ich aus Reststücken des Akazienholzes zugesägt. Im Nachhinein wäre eine offene Schlitz und Zapfen Verbindung die einfachere Variante gewesen.


Die Füllungslatten liegen in einer Nut in den Querrahmenteilen. Zum Fälzen der Latten habe ich mir eine Vorrichtung für die Kreissäge gebaut. Diese Vorrichtung zum Zapfen/Fälzen wird am Schiebeschlitten festgeklemmt, der Abstand zum Sägeblatt bestimmt die Tiefe der Zapfenbrüstung. Das Werkstück wird dann einfach über Kniehebelspanner (die variablen von Bessey) festgeklemmt und mit dem Schiebeschlitten am Schlitzsägeblatt vorbeigefahren. Für den Bau der Vorrichtung habe ich mir nicht viel Zeit genommen und einfach meine bestehende Vorrichtung zum Schlitzen von Rahmen und Schatullenecken angepasst. Wenn wieder etwas mehr Zeit ist möchte ich eine solidere zweite Variante dieser Vorrichtung bauen, denn sie ist wirklich sehr praktisch.

Das Ausziehsystem

Der Tisch hat eine recht einfach selbst herzustellende Ausziehmechanik, bei der die Ausziehplatten unter der Hauptplatte im Tisch untergebracht sind. An den Ausziehplatten sind unterhalb Zugleisten befestigt, die durch Einkerbungen in der Mittelzarge und den Endzargen laufen. Die Zugleisten sind so abgeschrägt, dass die Ausziehplatten während des Herausziehens genau um die Plattenstärke angehoben werden.

DIe Hauptplatte liegt nur lose auf der Mittelleiste auf , denn sie muss sich während die Ausziehplatten herausgezogen werden heben können, um dann im voll ausgezogenen Zustand wieder zwischen die Ausziehplatten zu rutschen.

Diese System wird “holländischer Tisch” oder im englischen “dutch pull out” genannt und ist im Spannagel recht kurz, bei Tage Frid im 3. Buch recht ausführlich beschrieben.


Abschrägen der Zugleisten mit einer einfachen Schablone am Schiebeschlitten der Formatkreissäge.

Das Gestell habe ich diesmal deckend schwarz gestrichen um den ganzen eine moderneren Touch, ähnlich einem Metallgestell zu verleien. So verlockend es gewesen wäre den Tisch nicht zu streichen, in zusammengeschobenen Zustand wäre die Hauptplatte schneller vergraut als die Ausziehhplatten, was dann ausgezogen sicher nicht gut ausgesehen hätte. Die Platten wurden daher mit einem Öl speziell für Akazienöl gestrichen. Das Öl enthält Pigmente und soll das Vergrauen des Holzes verhindern / verdecken – vorausgesetzt man erneuert es jährlich.

Von Mai bis Ende Juli habe ich immer wieder an dem Tisch gearbeitet, von den Dimensionen mein bisher größtes Projekt und auch das gewichtsmäßig bisher schwerste. Die Hauptplatte ist, obwohl mit 1.5 Meter Länge ja noch sehr moderat,  schon ganz schön schwer – für das nächste Projekt, den schon lange geplanten großen Indoor-Esstisch, werde ich wohl ab und zu Hilfe in Anspruch nehme müssen. Vorerst passt das Wetter aber glücklicherweise, um noch ein wenig den Balkon und den neuen Tisch draußen zu genießen.

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